
eine Multimediastory von Carl deBarros-Said und Bernhard Gmeiner
Die Bananenflankenliga e.V. ist der Dachverband für die deutschlandweit vertretenen Teams des Projekts Team Bananenflanke. Dieses innovative Fussballprojekt ist speziell für Kinder und Jugendliche mit geistiger Beeinträchtigung.
Den Kindern im alter von sechs bis 27 Jahren wird die Möglichkeit geboten, Fußball zu spielen und an fairen Wettbewerben teilzunehmen. Das Projekt zeigt die Bedeutung von Inklusion im Sport und die Freude, die Kinder, Trainer und Eltern bei den Trainingseinheiten und Turnieren erleben.
Erlebnispädagogik weckt Emotionen. Sie hilft, die Persönlichkeit und soziale Kompetenzen zu entwickeln. Wichtig ist, dass die Teilnehmer Erfolg haben und ein positives Selbstwertgefühl entwickeln.
Die Bananenflankenliga e.V. ist aktuell an
Standorten vertreten.
Eine interaktive Deutschlandkarte mit den Standorten der Teams der Bananenflankenliga.
"Das Thema Sport spielt eine zentrale Rolle, denn Sport verbindet. Deshalb sind Projekte wie die Bananenflankenliga e.V., aber auch andere, wo Menschen mit Behinderung Sport treiben können und dadurch auch in die Mitte der Gesellschaft kommen, sehr wichtig."
"Der Vorteil des Freizeitbereichs und damit auch des Sports ist, dass die Begegnungen viel freier, spontaner und ungezwungener sind. Menschen treffen einfach aufeinander, können sich mit all ihren Stärken und Schwächen kennenlernen und das ist eigentlich die ursprünglichste Form der Inklusion."
"Das Wesentliche ist, dass die Kinder und Jugendlichen das Gefühl haben, Teil einer Gemeinschaft zu sein, dazuzugehören. Das ist für jeden Menschen ein sehr wichtiges Gefühl. Aber für Kinder und Jugendliche mit Behinderung spielt das eine noch größere Rolle, weil es für sie nicht so selbstverständlich ist, irgendwo dazuzugehören. Außerdem haben sie die Möglichkeit, in einen Wettbewerb zu treten, sich mit anderen zu messen und ihre Grenzen auszutesten. Das ist sehr wichtig, weil es letztendlich das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl stärkt."
"Wenn wir es schaffen, den Inklusionssport so in der Sportlandschaft zu etablieren, dass er ein selbstverständlicher Teil wird und alle Verantwortlichen sagen, das wollen wir und das gehört zu unserer DNA und zu unserer Idee von Sport. Dann ist irgendwann auch die Gesellschaft so weit, dass nicht mehr über Personal und Kosten gesprochen wird. Dann sagt man, das wollen wir und das setzen wir auch um."
"Für Menschen mit kognitiven Behinderungen gibt es zum Beispiel die Special Olympics, die mehr auf den Spaßfaktor und das Gemeinschaftsgefühl ausgerichtet sind als andere Sportveranstaltungen, was leider manchmal dazu führt, dass diese Veranstaltungen weniger Aufmerksamkeit bekommen.Der Sportjournalismus und die Sportförderung sind auf den Wettkampf ausgerichtet. Vielleicht sollte man in der Sportlandschaft noch einmal darüber nachdenken, ob das immer der richtige Ansatz ist oder ob man nicht mehr auf die Faktoren Spaß, Gemeinschaft und Zusammenhalt setzen sollte als immer nur auf den Wettbewerb."
Das Training in Bonn findet mit zwei Gruppen statt. Die Kinder und Jugendlichen werden hierbei nicht nach ihrem Alter oder der Körpergröße aufgeteilt, sondern nach ihrem Trainingsstand. Für einige der Kicker ist die Koordination beim Fußball eine größere Herausforderung als für andere. Daher wird in einer der Trainingsgruppen mehr Wert auf den Ausbau der individuellen Fähigkeiten gelegt also in der anderen.
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Als Aufwärmprogramm dient ein Parkour der die Motorik der Kicker verbessert. Als Anreiz treten zwei Teams gegeneinander an und das Team, dass als erstes den Parkour meistert gewinnt.
Die Trainer des Teams stellen sicher, dass alle die richtige Förderung bekommen und vor allem Spaß beim Spielen haben.
Den Spielerinnen und Spielern wird am Ende jedes Trainings die Möglichkeit gegeben bei einem Abschlussspiel in einer entspannten und lockeren Atmosphäre zu kicken.
Ein Tonausschnitt aus dem Training, Vincent folgt den Anweisungen seines Trainers und erzielt ein Tor.
Die Bildergalerie zeigt Eindrücke aus dem Training in Bonn.
Die Trainer begrüßen und verabschieden alle der Spielerinnen und Spieler einzeln. Dieses Ritual ist allen Beteiligen sehr wichtig und spiegelt die Wertschätzung der Trainer gegenüber den Kickern wieder.
Feste Rituale sind sehr wichtig für die Kinder und Jugendlichen. Viele freuen sich schon die ganze Woche auf das Training
Philipp Goergen, Trainer
Im laufe der Jahre haben die Trainer mit den Spielerinnen und Spielern eine Beziehung aufgebaut. Diese enge Bindung merkt man bei der Begrüßung sofort.
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In regelmäßigen Abständen treffen sich die Teams der Liga, um sich miteinander zu messen.
Der Spieltag beginnt mit einem gemeinsamen Aufwärmen. Wie beim Training in Bonn gibt es bei den Teams aus München und Landshut zwei Mannschaften, die sich durch ihren Trainingsstand unterscheiden. Diese Aufteilung ermöglicht den Spielern nicht nur mehr Spielzeit, sondern auch einen fairen Wettkampf.
Es wird mit fünf Feldspielern plus Torwart gespielt. Die Trainer unterstützen die Spieler bei den Wechseln, so dass jeder, der möchte, auch zu seiner Einsatzzeit kommt. Die Positionen und Spielzüge legen die Kinder und Jugendlichen weitgehend selbst so fest, wie sie es für richtig halten. Ein Schiedsrichter leitet das Spiel.
Wie im Fußball üblich, liegen Freud und Leid oft nah beieinander. Doch bei den Bananenflankern ist niemand lange traurig. Der Spaß, mit Freunden Zeit zu verbringen und sich sportlich zu betätigen, überwiegt am Ende immer.
Am Ende des Spieltags stehen dann alle mitgereisten Kicker gemeinsam auf dem Feld.
Der Spieltag wird durch eine Ansprache der Trainer beendet. Hierbei wird das Engagement und die Fairness der Spielerinnen und Spieler hervorgehoben und gelobt. Besonders wichtig ist den Trainern, dass alle Beteiligten mit einem Lächeln die Halle verlassen.
Trainer Stephan sorgt mit seiner Ansprache zum Abschluss für gute Stimmung.
Kinder und Jugendliche
Teams
Standorte
Zu Beginn des Turniers werden die Mannschaften, die Trainer und die mitgereisten Fans von den Organisatoren aus Offenbach begrüßt. Die Regeln und der Ablauf des Turniers werden erklärt und die Turnierpläne verteilt.
Danach haben die Trainer ausreichend Zeit, ihre Mannschaften auf die kommenden Spiele vorzubereiten.
Auch hier sind die verschiedenen Teams aus den unterschiedlichen Regionen mit mehreren Teams vertreten. Im Laufe des Turniers treffen jedoch alle Mannschaften aufeinander. Um allen einen möglichst fairen und ausgeglichenen Wettkampf zu bieten, gibt es bei diesem Turnier besondere Regeln.
Es wird mit fünf Feldspielern plus Torwart begonnen, ab einem Vorsprung von zwei Toren muss die führende Mannschaft einen Spieler vom Feld nehmen. Dies wird so lange fortgesetzt, bis eine Mannschaft noch mindestens zwei Spieler plus Torwart hat. Diese Regelung verhindert, dass Mannschaften mit großen Leistungsunterschieden den Spaß am Spiel verlieren.
Die Halle in Offenbach bietet genügend Platz für Spieler, Trainer und Fans. Es gibt vier Fußballfelder mit durchgehender Bande, so dass der Ball nur im Tor das Spielfeld verlässt. Zwei der Spielfelder werden als Aufenthaltsbereich und zum Anfeuern genutzt, auf den anderen beiden wird das Turnier ausgetragen. Die Spiele dauern 8 Minuten und durch die Rotation haben die Spieler genügend Verschnaufpausen.
Das Turnier bietet den Kindern und Jugendlichen die große Bühne die sie sich immer gewünscht haben. Bei bester Stimmung in der Halle konnten sich die Kicker für jede Aktion feiern lassen. Jeder hatte die Möglichkeit, sich auf dem Spielfeld zu vergnügen, egal ob mit oder ohne Begleitung.
Ziel des Turniers ist es, dass die Spieler mit Freude spielen. Durch den fairen und gleichberechtigten Wettbewerb haben alle die Chance, Spaß zu haben. Das Motto der Bananenflankenliga "Fußball kennt keine Grenzen" spiegelt sich auch im Spaß der Kinder wieder.
Der grenzenlose Jubel der fairen Sportler lässt schnell erkennen, dass das Turnier ein voller Erfolg ist.
Nach rund vier Stunden Spiel, Spaß und Jubel endete das Turnier mit der Siegerehrung. Die mitgereisten Eltern und Fans verfolgten gespannt den letzten Höhepunkt des Turniertages.
Bei der Siegerehrung wurde der erste Vorsitzende des Team Bananenflanke aus Offenbach durch drei Spieler des Regionalligisten Kickers Offenbach unterstützt.
Jedes Team konnte sich über einen Pokal freuen und jeder der Spielerinnen und Spieler hat eine Medaille verliehen bekommen. So war jeder Kicker ein Gewinner und alle konnten glücklich nach Hause gehen.
Die Siegerehrung und das gelungene Turnier werden den Kindern und Jugendlichen noch lange im Gedächtnis bleiben.